
Mehr Theorie oder mehr Praxis? Wie demnächst dein Alltag aussieht, hängt auch vom Ausbildungsweg ab. Hier stellen wir die wichtigsten Modelle vor.
Um einen Einblick in die Tagesabläufe von unterschiedlichen Berufen wie Anlagenmechaniker/in, Gestalter/in für visuelles Marketing, Maßschneider/in und Zytologieassistentin zu bekommen, findest du im Berufswahlportal viele Tagesabläufe – von jungen Berufstätigen selbst beschrieben:
Tagesabläufe und Berufsalltag kennenlernen
Unter dem „Dualen System“ versteht man Arbeiten im Betrieb plus Lernen in der Berufsschule. Diese duale Struktur gilt für die meisten handwerklichen, kaufmännischen und gewerblich-technischen Ausbildungen in Unternehmen. Dazu kommen verschiedene Ausbildungen im öffentlichen Dienst.
Als Azubi arbeitest du im Betrieb, wirst aber für bestimmte Zeiten freigestellt, die für die Berufsschule reserviert sind. Neben allgemeinen Fächern wie beispielsweise Deutsch stehen vor allem Fächer mit fachlichen Inhalten auf dem Stundenplan. Hier kannst du dein praktisches Können durch theoretisches Wissen ergänzen – und machst dich so rundum fit für deinen Beruf. Am Ende der Ausbildung steht eine Prüfung. Unterricht gibt es entweder regelmäßig an ein bis zwei Tagen pro Woche oder in Blöcken (Beispiel: zwei Wochen Betrieb, eine Woche Schule).
Überblick und Beispiele für die betriebliche Berufsausbildung
Ausbildung mit Behinderung – Infos unter www.planet-beruf.de
Ausbildung für Jugendliche mit Migrationshintergrund – Infos unter www.planet-beruf.de
Die betriebliche Ausbildung im Dualen System steht grundsätzlich allen Jugendlichen offen, die ihre zehnjährige Schulpflicht erfüllt haben. Sie ist an keinen bestimmten Schulabschluss gebunden und dauert in der Regel drei bis dreieinhalb Jahre – was allerdings verkürzt werden kann. Außerdem gibt es eine Reihe von zweijährigen Ausbildungen.
Für jeden Beruf gibt es eine Ausbildungsordnung, die in ganz Deutschland gilt. Für dich heißt das: Du kannst nach deinem Abschluss bundesweit einen Arbeitsplatz suchen, ohne fürchten zu müssen, dass dir Ausbildungsinhalte fehlen und deine Ausbildung nicht anerkannt wird.
In einer Berufsfachschule kannst du einen oder auch mehrere Berufe kennen lernen. Dir wird ein Teil der Berufsausbildung vermittelt bzw. dir wird der Abschluss einer Berufsausbildung gewährt.
Wenn du die Berufsfachschule besuchst, musst du nicht in der Ausbildung stehen oder einen Beruf haben. Mindestens ein Jahr dauert der Besuch, wenn du jeden Tag zur Schule gehst. Länger dauert es natürlich, wenn du nur einige Tage in der Woche lernen willst, also in Teilzeit.
Die verschiedenen Möglichkeiten, die dir auf der Berufsfachschule offen stehen, listet das NRW-Schulministerium auf:
Informationen zu Bildungsgängen und Berufsfachschulen des NRW-Schulministeriums
Das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen. Bildungsgänge und Abschlüsse. Broschüre herunterladen
Das Berufsorientierungsjahr und die Klasse für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis helfen beim Berufseinstieg und erleichtern den Übergang in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis. Im Berufsorientierungsjahr geht es vor allem darum, den Hauptschulabschluss zu erwerben. Gleichzeitig werden Kenntnisse und Fertigkeiten aus verschiedenen Berufsfeldern vermittelt. Das gibt eine gute Grundlage und erleichtert eure Berufswahl.
Die Klasse für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis unterstützt dabei, berufliche Kenntnisse zu erwerben und so eure Chancen auf dem Ausbildungsmarkt oder dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Grundsätzlich gibt es auch hier die Möglichkeit, den Hauptschulabschluss nachzuholen.
Informationen zu den Voraussetzungen, zur Dauer und zu den Anschluss-Möglichkeiten gibt es auf der Seite des NRW-Schulministeriums:
Infos zum Berufsorientierungsjahr
Wer sich nach dem Hauptschulabschluss oder dem Besuch des Berufsorientierungsjahres weiterqualifizieren möchte, kann das Berufsgrundschuljahr besuchen. Hier werden grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten in einem ausgewählten Berufsfeld vermittelt. Das Besondere: Diese Grundausbildung wird dir in der Regel als erstes Ausbildungsjahr anerkannt.
Informationen über Aufnahmevoraussetzungen, Dauer und Aufbau der Bildungsgänge werden übersichtlich auf der Seite des NRW-Schulministeriums vorgestellt:
Infos zum Berufsgrundschuljahr
Lehrpläne zu den verschiedenen Berufen findest du beim NRW-Schulministerium:
Adressen und Angebote von Fachschulen und Berufskollegs bekommst du im Berufsinformationszentrum der Agentur für Arbeit (BIZ).
In der Schuldatenbank des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW kannst du nach Berufskollegs in deiner Region recherchieren:
Junge Menschen mit Familienverantwortung haben es oftmals besonders schwer, ihren Wunsch nach einer Berufsausbildung zu realisieren. Eine Ausbildung in Teilzeit kann dann eine gute Möglichkeit sein, beides zu vereinbaren und den beruflichen Einstieg zu schaffen. Auch für Menschen mit Behinderung ist es eine gute Möglichkeit, eine Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.
Teilzeitberufsausbildung in NRW
Du hast Abitur oder zumindest Fachabitur? Dann kannst du einen Sonderweg gehen und eine praktische Ausbildung im Betrieb mit viel Theorie an einer Hochschule koppeln. Die häufigste Kombination ist ein BWL-Studium plus kaufmännische Lehre. Möglich ist aber auch ein Ingenieur- oder Informatikstudium mit einer technischen Ausbildung. Insgesamt ist die Palette der möglichen Fachrichtungen sehr groß: Versicherungswesen, Mechatronik, Wirtschaftsrecht, Gesundheitsökonomie, Mathematik oder Medieninformatik sind nur einige Beispiele. Hier findest du erste Informationen über ausbildungsintegrierte duale Studiengänge.
Infos zu www.ausbildungsplus.de
Welche Ausbildungsberufe für Abiturientinnen und Abiturienten es gibt, kannst du im Berufenet der Bundesagentur für Arbeit herausbekommen.
Geh folgendermaßen vor: 1. Internetseite aufrufen, 2. „Eingrenzen auf Gruppen“ anklicken, 3. „Abiturientenausbildungen“ anklicken, 4. „Suche starten“ anklicken. Jetzt findest du in einer Liste alle aktuellen Ausbildungsmöglichkeiten für Abiturientinnen und Abiturienten:
Informationen über freie Ausbildungsstellen für Abiturientinnen und Abiturienten findest du hier in der Stellenbörse der Bundesagentur für Arbeit.
Geh folgendermaßen vor: 1. Internetseite aufrufen, 2. Auf „Beruf auswählen“ klicken, 3. In der A-Z-Liste gewünschten Beruf heraussuchen und anklicken:
Jobbörse für Ausbildungssuchende
Wie funktioniert die Jobbörse - allgemeine Infos
Ein Studium ist zunächst keine Berufsausbildung. Das heißt: Im Vordergrund steht die Wissenschaft, nicht die praktische Tätigkeit. Die meisten Studierenden bereiten sich allerdings in Praktika und Nebenjobs auf das Berufsleben vor.
Es gibt verschiedene Hochschularten:
Das weißt Du wohl selbst am besten: In der Jahrgangsstufe 10 wird die Frage nach beruflichen Zielen konkreter: Berufsausbildung oder weiter zur Schule? Fachhochschulreife oder Abitur? Welche Kurse wähle ich, was will ich studieren?
Auf diesen Seiten des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen findest Du bestimmt einige wertvolle Tipps:
Tipps für Schülerinnen und Schüler
Orientierung finden für die Berufswahl
Maßgeschneiderte Empfehlungen für die individuelle Karriere – das verspricht die Ruhr-Universität Bochum. Gelingen soll das mit „Borakel“, einem Online-Test für Studium und Beruf. An deutschen Universitäten ist der Test bislang einzigartig:
Borakel - den Onlinetest machen
Gar nicht so leicht, aus der Vielzahl an Studienmöglichkeiten das geeignete Fach auszuwählen. Das Schüler-Vorlesungsverzeichnis „Einblick“ der Ruhr-Universität Bochum gibt viele nützliche Tipps, die die Entscheidung für ein Studium erleichtern. Adressen und Ansprechpartnerinnen und -partner für alle Fragen rund um die Studienfachwahl und den Studieneinstieg, Veranstaltungen aus dem regulären Lehrangebot der Ruhr-Universität, die speziell für Schülerinnen und Schüler geeignet sind – zum Schnuppern, Reinhören und Mitmachen – sowie Profilbeschreibungen der Fakultäten und Institute, die zusammen ca. 150 Studiengänge anbieten:
Einblick - Infos und Broschüren für Schülerinnen und Schüler
Orientierungstests zur Studienwahl
Übrigens, wenn du eine Behinderung hast und dein Abitur in der Tasche, solltest du unbedingt über ein Studium nachdenken. Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gibt einige Hinweise zu behindertengerechten Hörsälen, zu Wohnheimen und speziellen Computerarbeitsplätzen:
Auch das Deutsche Studentenwerk hat zum Thema Studieren mit einer Behinderung nützliche Informationen und Broschüren für die Bestellung über das Internet bereitgestellt:
Das Deutsche Studentenwerk informiert
Wie kannst du dich um einen Studienplatz bewerben? Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen informiert über die Bewerbung um einen Studienplatz und die Vergabe von Studienplätzen:
Infos zur Bewerbung für einen Studienplatz
Infos für ausländische Studieninteressierte