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In der Ausbildung

Finanzen

TTeile eines Puzzlespiels


Was eine Ausbildung bringt? - Du sammelst erste Berufserfahrungen. Und bald hast du einen anerkannten Abschluss in der Tasche. Aber: Was springt finanziell für dich heraus? Bei der Bezahlung kann es einen großen Unterschied machen, für welche Ausbildung du dich entscheidest. Am besten erkundigst du dich frühzeitig nach den Vergütungen. Und in einigen Fällen hast du Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe oder andere ausbildungsbegleitende Hilfen. Allerdings: Die Höhe der Ausbildungsvergütung sollte nicht allein entscheidend sein für die Berufswahl – eigene Neigungen und Stärken, die berufliche Perspektive oder die Freude an einer bestimmten Tätigkeit sollten ebenso berücksichtigt werden.

Textanfang Ausbildungsvergütung

Im Tarifregister NRW hat das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales Tarifinformationen aus über 100 ausgewählten Wirtschaftszweigen in Nordrhein-Westfalen gesammelt.

www.tarifregister.nrw.de

 

Ausführliche Informationen zu den Ausbildungsvergütungen erhältst du auf den Seiten der DGB-Jugend. Dort findest du auch den Link zum WSI-Tarifregister, hier sind die Ausbildungsvergütungen nach Berufen und Branchen sehr übersichtlich und aktuell eingestellt:

Infos zur Ausbildungsvergütung

Textanfang Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Für die Ausbildung bist du bereit, bis ans andere Ende des Landes zu gehen! Aber: Reicht dein Verdienst dort auch für die Miete? - Wenn nicht, rettet dich vielleicht die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) aus dem Finanzloch. Sie springt ein, wenn deine Mittel bzw. die deiner Eltern nicht ausreichen.

Wenn deine Ausbildung demnächst beginnt, ist Eile angesagt: Um so schnell wie möglich Geld zu bekommen, musst du den Antrag früh einreichen - bei der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit, in deren Bezirk du jetzt wohnst.

Ob du Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe hast, erfährst du bei der Berufsberatung. Ausführliche Informationen über die Berufsausbildungsbeihilfe stellt die Bundesagentur für Arbeit im Internet zur Verfügung:

Infos zur Berufsausbildungsbeihilfe

Für den schnellen Überblick – Broschüre der Bundesagentur für Arbeit (PDF, 130 kB)

 

Wenn du wissen willst, ob du Berufsausbildungsbeihilfe bekommen wirst, dann hilft dir dieses Berechnungsprogramm weiter:

Zum BAB-Rechner

 

Wenn du eine Behinderung hast, dann erhältst du bei Teilnahme an allgemeinen Maßnahmen der Ausbildung die Berufsausbildungsbeihilfe. Ob du Anspruch auf Berufsausbildungsbeihilfe oder auf Ausbildungsgeld hast, kannst du bei deiner Beraterin bzw. deinem Beraterin beim Reha-Team in deiner Agentur für Arbeit erfahren. Hier gibt’s mehr Infos dazu:

BAB für junge Menschen mit Behinderung

Textanfang Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Wenn du in der Berufsschule nicht so gut klargekommen bist oder im Umgang mit deinen Klassenkameradinnen und -kameraden Schwierigkeiten hattest, dann kann es sein, dass du im Hinblick auf die Aufnahme, Fortsetzung und den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung Unterstützung benötigst. Die bekommst du mit den Ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Bundesagentur für Arbeit.

 

Ein- bis zweimal wöchentlich kannst du an Förderkursen bei einem Träger der Jugendberufshilfe in deiner Stadt teilnehmen, entweder in deiner Freizeit oder über die Freistellung durch den Betrieb, wo du arbeitest. In kleinen Arbeitsgruppen wiederholst und vertiefst du den Berufsschulstoff, bereitest dich auf Klassenarbeiten vor und besprichst deine Hausaufgaben. Weitere Infos dazu findest du im Netz bei der Bundesagentur für Arbeit:

Infos zu Ausbildungsbegleitenden Hilfen und anderen Förderangeboten

Textanfang Tipps rund ums Geld

Wer wenig hat, kann wenig ausgeben. Hier zeigen wir dir, wo du eventuell sparen könntest:

  • Girokonto: Auszubildende zahlen bei den Banken in der Regel keine Gebühren für Kontoführung, Überweisungen etc. Nach der Ausbildung kann es jedoch teuer werden. Erkundige dich also auf jeden Fall nach den Kosten und vergleiche die Angebote!
  • Vermögenswirksame Leistungen (VL): Auch Auszubildende haben Anspruch auf diese Leistungen. Je nach Branche könnt ihr vom Arbeitgeber zwischen 6,45 Euro und 40 Euro monatlich erhalten. Arbeitnehmer können beim VL sparen zwischen Investmentfonds, Bausparverträgen, Banksparplänen wählen oder in die betriebliche Altersvorsorge einzahlen. Wenn du weniger als 17.900 Euro im Jahr verdienst, zahlt dir der Staat auch noch etwas – die Arbeitnehmer-Sparzulage.
    Infos der Stiftung Warentest
  • Krankenkasse: Da hast du die freie Wahl. Einige Kassen sind günstiger als andere, leisten aber vielleicht weniger. "Angebote vergleichen", heißt es also auch hier. Solltest du später einmal unzufrieden sein: Wechseln ist möglich.
  • Kosten für Heilmittel: Rezeptgebühren, Eigenbeteiligung - als Azubi kannst du den Geldbeutel meist stecken lassen. Allerdings musst du dafür bei der Krankenkasse einen Antrag stellen.
  • Sozialversicherung: Dazu gehören Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Normalerweise werden die Beiträge automatisch vom Bruttogehalt abgezogen. Das gilt allerdings nicht, wenn du sehr wenig (bis zu 325 Euro im Monat) verdienst. Dann übernimmt dein Arbeitgeber die Zahlungen.
  • Andere Versicherungen: Haftpflicht-, Rechtschutz-, Hausrat-, Auto- oder Lebensversicherung - welche davon brauchst du wirklich? Könntest du sie günstiger bekommen? Die Verbraucherzentrale NRW informiert in ihrem Jugendportal über Geld, Versicherungen und mehr:
    Ver(un)sichert? – Infos
  • Kindergeld: Auch während du in der Ausbildung bist, erhalten deine Eltern Kindergeld. Voraussetzung: Du bist jünger als 27 und verdienst nicht mehr als 7.188 Euro im Jahr.
  • Telefon und Rundfunk: Wer wenig verdient, kann eventuell auch beim Telefonieren und Fernsehen sparen. Anträge auf Ermäßigung der Gebühren stellst du beim örtlichen Sozialamt.
  • Wohnen: Die Chancen auf eine günstige Miete steigen mit dem Wohnberechtigungsschein. Dann stehen dir auch Wohnungen mit Sozialbindung offen. Den Antrag stellst du beim Wohnungsamt. Dort kannst du außerdem klären, ob du Anspruch auf Wohngeld hast, einen Zuschuss zur Miete.
  • Sonstige Ermäßigungen: Als Azubi kannst du dir in der Regel einen Schülerausweis ausstellen lassen. Damit kommst du in viele Einrichtungen günstiger rein, z. B. Schwimmbäder und Museen.
  • Weniger zahlen musst du meist auch in Bussen und Bahnen: Der öffentliche Nahverkehr bietet in der Regel Schüler- oder Azubi-Monatstickets an.